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Markus Schwarzgruber

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10 Dinge, die ich bei XING nicht mag

Publiziert am 05.05.2010 von Markus Schwarzgruber | 2 Kommentare

Ich hatte heute wieder ein paar Schlüsselerlebnisse auf XING, die ich nun doch mal loswerden will. XING finde ich als berufliches, soziales Netzwerk wirklich gut und brauchbar. Es gibt nur einige Nutzer, die es in ein paar Punkten übertreiben. Manchmal bringt mich das dazu, ernsthaft darüber nachzudenken, ob ich nicht diverse Verknüpfungen einfach wieder trennen sollte.
 

Deshalb hier eine Aufzählung der 10 Favoriten, auf die ich empfindlich reagiere:
 

  • Informationen zum Tagesablauf
    Auf XING bin ich an beruflichem Austausch interessiert, nicht an der persönlichen Alltagsbewältigung. Mich interessiert es einfach nicht, ob jemand gerade Kaffe kocht, oder wo wer gerade im Zug sitzt und sich langweilt. Ehrlichgesagt, das langweilt mich auch. Und was sagt das über jemanden aus, wenn das wichtigste seiner Informationen "Mir hat gerade jemand den Parkplatz vor der Nase weggeschnappt :-/) ist?
  • 5 Einladungen zu Events an einem Tag raussenden
    Jeden Tag erreichen mich inzwischen 10 und mehr Einladungen zu Events, die mich nicht interessieren. Bei einigen weiß ich nicht mal, wieso der Urheber auf die Idee kommt, das Thema könnte mich auch nur im entferntesten interessieren (z.B. Autokauf, Immobilien, Geldanlagen), da ich nichts dergleichen in meinem Profil stehen habe. Wann wird der Spam-Filter für XING entwickelt *seufz*
  • Den gleichen Event mehrfach publizieren
    Und die ganz Dreisten schicken mir die Einladung mehrfach (z.B. über XING und anschließend über eMail). Wenn ich schon auf XING nicht reagiere, werde ich es jetzt kaum machen, nur weil ich mich persönlicher angesprochen fühle. Persönlicher ja, aber eher genötigt.
  • Emotionale Attacken in Gruppenbeiträgen
    Die Kommunikation über online-Medien ist schon was besonders und sie läuft anders. Bei manchen Urhebern von Kommentaren habe ich den Eindruck, dass sie, in der Gewissheit, der andere ist weit weg, kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und schreiben, was ihnen gerade auf der Zunge liegt, respektlos und ohne jede Wertschätzung und Toleranz. Vielleicht sollte diesen Leuten mal jemand erklären, dass diese Verbalattacken eher gegen sie als für sie sprechen.
  • Eigene Angebote als Fachbeitrag verkaufen
    Die Diskussion in Gruppen halte ich für sehr inspirierend für meinen Job. Leider verliert die Qualität häufig dadurch, dass ich nach Lesen des Beitrags den faden Beigeschmack eines Werbetextes habe. Natürlich will auch ich über XING mein Geschäft vorantreiben. Nur sollte man das alte Sprichwort von Horaz bedenken: "Ein Kaufmann macht durch allzugrossen Rühmen die Ware, die ihm feil ist, nur verdächtig."
  • Auf Kommentare zu eigenen Beiträgen nicht mehr reagieren
    Wenn ich auf einen Beitrag einen Kommentar abgebe, so sage ich auch: "Hey, das was du da schreibst interessiert mich und ich nehme mir die Zeit, dir meine Gedanken zu deinem Thema mitzuteilen". Wenn jetzt der Urheber nicht auf meinem Kommentar antwortet, was sagt er mir damit? "Hey, toll, dass du dich für meinen Beitrag interessierst, aber das interessiert mich wieder gar nicht!"
  • Leute, die nicht auf ihre Formulierungen in den Gruppen achten
    Es gibt einen Foren-Knigge, der auch für XING gelten sollte. Kommunikation neigt prinzipiell dazu, Missverständnisse zu verursachen. Besonders in online-Medien trifft das noch stärker zu. Durch die Kanalreduktion (ich kann den anderen nicht sehen, nicht hören etc). In dieser Kommunikation muss vielmehr interpretiert werden, als in der direkten. Um so wichtiger ist es, beim Schreiben auf seine Worte zu achten: möglichst klar und eindeutig. Und bitte, alle Begriffe, die den anderen auch nur im Ansatz entwerten, beleidigen oder verletzen könnten, gehören hier einfach nicht hin.
  • Beiträge anderer kritisieren, statt einfach seine Position darzustellen
    Natürlich wissen viele es besser. Sie haben ja auch eine ganz andere Welt vor sich, ein anderes Verständnis über die Dinge. Das macht den Austausch über die Gruppen ja so interessant. Statt sich jetzt in Kritik zu vergehen, die den anderen nur zu ebensolcher reizt, wäre es eine wunderbare Geste der Toleranz, dem anderen seine Position zu lassen. Und sich stattdessen auf die verständliche Darstellung der eigenen Sichtweise zu konzentrieren.
  • Auf Beiträge antworten, die man nur überflogen hat
    Bei manchen Kommentaren, die ich lese, habe ich den Eindruck "Hast Du den Beitrag vorher überhaupt gelesen oder reagierst du nur auf die Überschrift". Auch so ein Fall von Spontanrethorik.
  • Das Genörgel um XING
    In XING finden sich immer wieder Beiträge und Kommentare, die den Sinn von XING in Frage stellen. Frage: "Was machst du hier, wenn es dir hier nicht gefällt?". XING ist bestimmt nicht das ultimative Netzwerk. Es ist für den professionellen Bereich und vor allem für Leute, die sich damit beschäftigen wollen. Es bleibt jedem die Entscheidung, beizutreten und es zu nutzen oder ein anderes Netzwerk zu verwenden (obwohl ich glaube, dass die dort auch nicht glücklich werden!).

 

Und einen Tipp habe ich ebenfalls grundsätzlich für das Schreiben in XING: Erstens: Lesen - Zweitens: Denken - Drittens: Schreiben - Viertens: Kontrollieren - Fünftens: Absenden

 

Wenn diese Regeln eingehalten werden, macht XING richtig Spass, zumindest mir!

Kommentare

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Danke für den Tipp. Parallel dazu bin ich jetzt dazu übergegangen, diejenigen, die weder etwas mit meinen Gruppen noch mit meinen Interessen zu tun haben, aus den Verbindungen zu löschen. Ich schau mal, wie mein Nachrichtenvolumen sich in den nächsten 2 Monaten dadurch entwickelt.

Publiziert am 01.07.2010 von Markus Schwarzgruber

Gefällt mir! Übrigens: Eventeinladungen zu Gruppenevents kann jedes XING-Mitglied selbst auf der Gruppenstartseite abbestellen. Damit könnten Sie Punkt 2 und teilweise Punkt 3 vermutlich fast gänzlich selbst lösen. Die Veranstalter, die die Eventeinladungen versenden, haben kaum Möglichkeiten zu segmentieren.

Publiziert am 18.05.2010 von Tina Buhr